Du wirst Aurora dich der blumen ja nicht schämen
Die meine schlechte faust dir zum geschencke beut;
Sie seynd ein opffer das man deiner schönheit streut
Und das die götter selbst von menschen häuden nehmen
Wer wolte sie auch nicht zu lieben sich bequemen
Da sie ein meister-stück des himmels und der zeit
Und mit so reichem schmuck gezieret und bekleidt
Als ob sie aus dem schooß der Venus selber kämen?
Wiewohl sie aber nun der sonnen töchter seyn
Und auch den perlen selbst entziehen ihren scheln
Wird ihnen doch der glantz durch deine pracht benommen
Und siehstu dieses nicht itzt da sie zu dir kommen
Wie gerne sie gestehn als halb verwelckte leichen
Daß irrd’sche schönheit pflegt der himmlischen zu weichen?