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1616–1679

Ein himmlisches gemüthe.

Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Ein himmlisches gemüthe so geist und feuer hält Und nicht nur dem geblüte zum diener ist bestellt Schaut des gelückes gaben Und alles was wir haben

Mit halben augen an. Es reißt der schönheit gläntzen nicht seinen vorsatz ein Es kennt der liebe grentzen und weiß den falschen schein Dem wesen abzuziehen

Und alles diß zu fliehen So uns verleiten kan. Es lacht mit leeren händen die unschuld ist sein gold Gebrauch kan ihn nicht blenden die tugend ist sein sold.

Immittelst noth und schmertzen Bleibt in den reinen hertzen Die hoffnung unverwand. Es liebt auff dieser erden nichts mehr als geist und gott.

Es mag kein ketzer werden verehren staub und koth Es trennen seine sinnen Mit eisernem beginnen Der erden faules land.

Wenn alle felsen wancken so bleidt es unberührt Beschlossen in den schrancken der uns zum himmel führt Und denckt wie diese sachen So uns offt knechtisch machen

Verrauschen mit der zeit. Es traut ihm nicht zu bauen auff wasser und auff sand Will nicht der erden trauen und sucht ein fester land Worauff es hoffnung setzet

Und was es recht ergetzet Ist GOtt und ewigkeit.

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