Bekräucktes hertz! was hilfft es dir,
Daß du dein leid verschwiegen?
Du wirst doch endlich noch dafür
In staub und asche liegen.
Denn wer da brennt, und schweigt die pein,
Der muß zuletzt verbrennet seyn.
O schöne zeit! als mich ihr blick
Zum ersten angezündet!
Was hielt ich da die gluth zurück,
Die nun nicht rettung findet?
Jtzt zeig ich durch die späte reu:
Daß reden nun zu langsam sey.
Wie offt gab es gelegenheit,
Mein leiden dir zu klagen?
Wie offt befahl es mir die zeit,
Durch seufftzen vorzutragen?
Jtzt hält das gantz erzörnte glück
Dir seufftzer blick und wort zurück.
Doch soll mein geist stets fertig stehn,
Dich ewig zu verehren.
Und müßt ich ja in gluth zergehn;
Will ich als Phönix lehren:
Daß, wer von einer sonne glimmt,
Ein neues leben an sich nimmt.