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1616–1679

Die verliebte verwandlung.

Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Du hast, o Liebe! mich erst in ein reh verkehrt, Das seines jägers pfeil in zarter brust getragen: Hernach in einen schwan, der sich zu tode singt: Und dann in eine blum’, in die die flamme dringt,

So von der sonne kommt, und allen safft verzehrt: Hierauf verlohr’ ich mich in einen thränen-regen: Und itzund muß ich, mir zur pein, Ein salamander seyn,

Der in der strahlen-glut, so Daphnens augen hegen, Verschmachtet, und doch auch sein schmachtend hertze nährt. Jedennoch wolt’ ich mich im minsten nicht beklagen, Wenn deine wunder-macht,

Die mir bisher nichts süßes zugedacht, Mir endlich noch die gunst gewährte, Und mich vor meinem tod in Daphnens schatz verkehrte.

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Die verliebte verwandlung. · Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau · Poetry Cove