Du hast, o Liebe! mich erst in ein reh verkehrt,
Das seines jägers pfeil in zarter brust getragen:
Hernach in einen schwan, der sich zu tode singt:
Und dann in eine blum’, in die die flamme dringt,
So von der sonne kommt, und allen safft verzehrt:
Hierauf verlohr’ ich mich in einen thränen-regen:
Und itzund muß ich, mir zur pein,
Ein salamander seyn,
Der in der strahlen-glut, so Daphnens augen hegen,
Verschmachtet, und doch auch sein schmachtend hertze nährt.
Jedennoch wolt’ ich mich im minsten nicht beklagen,
Wenn deine wunder-macht,
Die mir bisher nichts süßes zugedacht,
Mir endlich noch die gunst gewährte,
Und mich vor meinem tod in Daphnens schatz verkehrte.