Mein leben ist mir abgesagt,
Ich soll und muß den tod umfassen:
Celinde hat mich angeklagt,
Und den proceß mir machen lassen,
Weil ich die freyheit ihr entführt,
Und sie berührt
Fast mehr, als mir zu thun gebührt.
Ich solte zwar, man rieth es mir,
Von hier nach Flandern appelliren,
Celinde möcht alsdenn allhier
Mit mir dorthin processe führen;
Allein ich war etwas zu frey,
Und blieb dabey,
Daß ich die unschuld selber sey.
Nun ist mein ende diese nacht,
Da man mich ärmsten will begraben;
Mein testament ist schon gemacht:
Celinde soll die erbschafft haben
So, wie bey mir es steht und liegt.
Sie ist vergnügt,
Weil sie mein gantz vermögen kriegt.
Ach! seht, nun führt man mich hinaus:
Hier bringt man mich, den armen sünder.
Ich zieh, wie die gebadte mauß;
Es lachen drüber alt’ und kinder.
Der mantel hängt mir wunderlich,
Und zolckert sich,
Ich aber bin selbst böß’ auf mich.
Ich muß als wie ein Jude gehn,
Kein pfaffe geht mir an der seiten;
Jm urthel hört ich dieses stehn:
Celinde soll dich nur begleiten.
Der folge nach, wohin sie winckt,
Da sie’s bedünckt,
Da man fein sanffte niedersinckt.
Nun hört die art des todes an:
Ich soll und soll mich lassen säcken.
Celinde weist den marter-plan,
Und will mich selbst ins säckgen stecken.
Sie rufft mir zu: Ins säckgen nein!
Es ist zwar klein;
Doch must du hier gesacket seyn.