Jhr dencket daß ein kleiner Wind
Sich nahe bey den Lippen find
Und diese Flamme mit sich treibet
So gantz erschrocken zeucht heraus
Ja daß die Seele todt verbleibet
Nichts anders als der Seelen Hauß.
Wie auch wann sich herzu gefunden
Ein Strich der süssen Westen Lufft
So unsern letzten Athen rufft
So sey die Seele leicht entbunden
Und daß des kleinen Feuers Schein
Nicht balde könt erstecket seyn.
So aber sich der Zufall füget
Daß dieser Geist den Sand erreicht
Der um das Höllenfuer lieget
Und ihm der Nord entgegen streicht
So wird er hin und her getrieben
Und findet gantz kein festes Land
Wird so veracht und muß verstieben
Wird dünner Rauch und leichter Sand.