Skip to content
1616–1679

Der Sterbende Socrates.

Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Wann das Verhängniß wird gedrückt Durch des Gelückes falsche Tücke Und unser Auge wird verrückt Durch allzuheisse Sonnenblicke.

Wann wir erlernen aus der Pein Daß des Gestirnes falscher Schein Nicht müde wird uns zu verderben. Wann unser Geist uns stündlich plagt

Und tausend Schrecken in uns jagt Darff man durch eigne Hand nicht sterben? Was darff die Noth von fremden Händen In künfftig seyn von mir gewand

Wann heute noch mir meine Hand Kan tausend Angst und Leiden enden.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Der Sterbende Socrates. · Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau · Poetry Cove