Der reine Strom so aus den Felsen springet
Und in den Bach mit schnellen Fluten dringet
Wird durch den Schlam offt trüb und schwartz gemacht
Und unser Geist wie rein er ist gebohren
Verleuret bey den Sinnen seine Pracht
In dem er ihm den faulen Weg erkohren.
Wann nun der Geist allein auf sich besteht
Und ihm kein Sinn nicht an der Seiten geht
Ja gantz allein auf seine Rechnung trauet
So wandert er von allem Schlamm befreyt
Durch einen Weg darauf die Warheit bauet
Gantz ungeirrt hin auf die Ewigkeit.
Der reine Trieb kan solche Wirckung machen
Daß er erlangt die Eigenschafft der Sachen
Die weder Zeit noch Zufall ändern kan
Das ist das Thun dem sich der Geist ergiebet
So nimmermehr dem Wesen unterthan
Dem von Natur Verwandelung beliebet.