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1616–1679

Der Sterbende Socrates.

Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Wann uns Gemüth und Hertz in Rach und Eifer glimmen Wann des Verliebten Geist auf einen Korb gedenckt Und wann der Schiffer soll auf einen Balcken schwimmen So wird die Seele nicht auf gleicher Bahn gelenckt.

Es ist ein Uberfluß wann man die Ege treibet Daß man bered und wol zu Pferd und Ochsen spricht Und daß ein Kriegesmann wann er die Schlacht beschreibet Nach Redners Maß und Art ihm Wort und Sylbe richt.

Auf Cytherons Begrieff wo Bachus Weiber lachen Wann ihr berühmter Gott die nasse Taffel deckt Da hört kein Ohre nicht viel kluge Wörter machen Indem ein voller Galm uns das Gehöre schreckt.

Der aber dessen Geist nicht aus der Wage lencket Dem keine Regung hat die süsse Ruh verstört Der trachte wil er nicht daß man was falsches dencket Damit kein einig Mensch was ungereimtes hört.

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Der Sterbende Socrates. · Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau · Poetry Cove