Sehr reich zu seyn auf dieser Erden
Vermehrt nicht seines Fleisses Glut
Er ändert niemals die Geberden
Man nehm’ ihm Aecker Vieh und Guth.
Man laß ihn gantz zum Bettler werden
Und tödt ihm selber Fleisch und Blut.
Sein Sinn hat nie dahin getracht
Viel hohe Titul zu erreichen
Der Ehre Licht der Schande Nacht
Kan sein Gemühte leicht vergleichen
Die Furchte so das Sterben macht
Kan seine Wolfahrt nicht bestreichen.
Die Weißheit kan ihn nur erqvicken
Und lehrt ihn ohne Furcht zu seyn
Wann sich die Todes-Angst läst blicken
Sein Geist empfindet keine Pein
Wann er sol aus dem Leben rücken
Er liebt des Himmels Hauß allein.
Der geht mit Freuden aus der Welt;
Die aber voller groben Sinnen
Und welcher Geist nichts höhers hält
Die wissen dann nichts zu beginnen
Sie meinen wie der Cörper fält
Daß auch die Seele muß zurinnen.