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[Der himmel pflantzet mein gelücke]

Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Der himmel pflantzet mein gelücke Er lacht mich freundlich an durch tausend holde blicke Er macht aus winter frühlings-zeit Er wirckt mir selber zeug zu einem feyer-kleide

Ich bin von boy und flohr befreyt Und meine wolle wird zur seide. Ich kan den port itzt recht erreichen Und darff nicht um das haupt der leeren hoffnung streichen

Mein ancker sinckt in süsse ruh Dein auge hat mir selbst ein leit-stern werden müssen Ja mein gelobtes land bist du Laß mich das vorgebürge küssen.

Schlag doch nicht mehr die augen nieder Ist denn mein reiner schertz Rosette dir zuwider? Ich bin dir ja nicht unbekandt Du kennest mein gesicht und auch mein treues hertze

Drum glaube daß der liebe brand Sich stärcket zwischen freud und schertze. Wilst du dich der natur entreissen? Diß kan die tugend selbst nicht eine tugend heissen

Das schöne blumwerck deiner brust Ist nicht vor dich allein auff diese welt gebohren Es hat es auch zu meiner lust Des himmels ausspruch außerkohren.

Du must in dir nicht selbst verwesen Laß mich um deinen mund die zucker-rosen lesen Durch einen unverwehrten kuß Laß doch den süssen thau auff meine lippen rinnen

Daß durch verliebten überfluß Die geister selbst sich küssen können.

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