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[Climene/ prüfe fleisch und blut]

Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Climene prüfe fleisch und blut Und straffe meine liebes-glut Nicht nach der schwäche deiner flammen; Mein feuer kömmt aus Adams schooß

Darein der himmel selber floß; Wie kan dein menschlich hertz doch meine glut verdammen. Du bist wie Eva fleisch und bein Drum kanstu auch kein engel seyn

Und ausser menschen dich verlieben Und das gesetze der natur Das mit dem athem in uns fuhr Hat auch in deine brust: seyd fruchtbar; eingeschrieben.

Wer sich in stiller glut verbrennt Und menschen-liebe sünde nennt Muß auch das paradieß verdammen; Denn Evens weisse marmel-haut

War kaum aus knochen auffgebaut So fühlte Adams hertz schon süsse liebes-flammen. Climene drum bedencke dich Du kanst hier ohne dornen-stich

Die schönsten zucker-rosen brechen. Ein mensch muß wie die ärtzte seyn Und eher nicht von todtes-pein Als von der lebens-krafft der starcken öle sprechen.

Schau meine seele schmeltzt in mir Und alle glieder folgen dir Gleich wie die blumen ihrer sonnen; Bist du mir nun mein sonnen-schein

So laß mich deine blume seyn Biß meine wurtzel grund in deinem schooß gewonnen.

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