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1616–1679

Böse weiber. * * v. L.

Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Nichts ist auf erden über böse weiber Sie fressen ihren männern aus das hertz; Sie machen matt die sonsten frische leiber Gebähren nichts als unruh sorgen schmertz

Sie saugen aus das marck aus allen beinen Und machen sie durch zancken müd und faul Daß sie gleich ausgedorrtem holtze scheinen Und wie ein dürr und abgeschlagner gaul.

Man hört sie wie die bösen hunde bellen Wenn sie einmal von zorn und grimm entbrandt; Kein gutes wort kan sie zu frieden stellen Sie wollen allzeit haben oberhand.

Der mann muß donner hagel hören stündlich Es heist: du bettelhund bey tag und nacht; Zu allen schlägen sind sie unempfindlich Und werden ärger nur dadurch gemacht.

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