Nichts ist auf erden über böse weiber
Sie fressen ihren männern aus das hertz;
Sie machen matt die sonsten frische leiber
Gebähren nichts als unruh sorgen schmertz
Sie saugen aus das marck aus allen beinen
Und machen sie durch zancken müd und faul
Daß sie gleich ausgedorrtem holtze scheinen
Und wie ein dürr und abgeschlagner gaul.
Man hört sie wie die bösen hunde bellen
Wenn sie einmal von zorn und grimm entbrandt;
Kein gutes wort kan sie zu frieden stellen
Sie wollen allzeit haben oberhand.
Der mann muß donner hagel hören stündlich
Es heist: du bettelhund bey tag und nacht;
Zu allen schlägen sind sie unempfindlich
Und werden ärger nur dadurch gemacht.