Vergnügungen, die schon ein groß geräusche geben,
Sind lange nicht der kern vollkommner süßigkeit.
Die liebe sucht die still’ und die zufriedenheit.
Und also muß man nur nach einem buhler streben,
Der diesen punct versteht, und dessen folg’ erkiest:
Daß die verschwiegenheit der liebe zucker ist.
Denn solche Thyrsiße, die viel zu pralen wissen,
Nicht aber das verstehn, daß sie verräther seyn,
Hört man nur überall von ihrem glücke schreyn,
Und singen, was sie hier und da vor gunst genießen.
Denn ihrer unvernufft will dieses gar nicht ein:
Daß Mars und Amor nicht von gleichem sinne seyn.
Denn Amor liebt die still, und Mars liebt das getümmel;
Wo man die trommel rührt, wo der trompeten schall,
Die rauhe lufft erfüllt, und der carthaunen knall
Ras’t, donnert, kracht und tobt, da baut ihm Mars den himmel;
Hingegen Amor will nach stillen hölen ziehn,
Und auch den schwächsten hall wie blitz und donner fliehn.