Die thränen stehen dir wie perlen im gesichte
Und fliessen wie crystall durch wangen mund und brust
Dein seuffzen halte ich nicht mehr vor ein gedichte
Was deine seele kränckt ist meiner wol bewust.
Und hat mir gleich die angst den treuen mund geschlossen
Den augen und der hand den zügel angelegt
So schwer ich daß ich mehr der thränen ausgegossen
Als unser Oder-strom der klaren tropffen trägt.
Kan beyder thränen-flut allhier zusammen rinnen
Komt beyder seuffzer wind verbunden in die lufft
So wird die Venus selbst ihr schiffen hier beginnen
Weil sie bey reiner flut auch reiner wind berufft.