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Auff ihre schwartze kleidung

Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Ich sahe Lesbien umschlossen und umhüllt Mit kleidung welche selbst die traurigkeit erfunden Es war ein trübes tuch ihr um den schlaff gebunden Und ihre stirne war mit wehmuth angefüllt:

Doch hat die traurigkeit das himmel-reine bild Hier gäntzlich abzuthun sich niemahls unterwunden. Der blitz so unvermerckt aus diesen nächten quillt Vermehret meine brunst fast alle tag und stunden.

Es hat ja Venus selbst sich schöner nicht gezeiget Als da sie in dem schoß des trüben Aetnens saß Und mit der weissen hand die schwartzen kohlen laß Man schaut wie hell ein stern aus schwartzen wolcken steiget

Ja selbst die sonne zeigt kein angenehmer licht Als wenn sie unvermerckt durch trübe wolcken bricht.

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