Dorinde ists nun aus mit meinem armen leben?
Hab’ ich nun einst verzehrt das dürre kummer-brod
Und den vergällten tranck den deine hand mit bot
Vor dessen bittrigkeit noch geist und blut erbeben?
Ists möglich wiltu mich des jammers überheben
Und seh’ ich denn einmahl die endschafft meiner noth?
Ach! ja dein grausam seyn bringt endlich mir den todt
Und will ein schwartzes grab mir zur belohnung geben.
Weil dann mein leben nichts in deinen augen gilt
So säume nur nicht lang wann du mich tödten wilt
Und überhebe mich nur zeitig meiner plage:
Doch glaube sicherlich du tödt’st mich nicht allein;
Mein todt wird auch dein todt und dein verderben seyn
Weil ich dich lebendig in meinem hertzen trage.