Arminde mustu schon des todes opffer werden?
Reißt dessen kalter arm dich in die grufft hinein?
Ach deine sittsamkeit und heller tugend-schein
Entweicht nur allzu früh der kummer-vollen erden
Wo bleibt die stille pracht der höfflichen geberden?
Arminde ohne dich wird mir die welt zu klein
Dein sterben lässet mich nicht mehr am leben seyn
Und häuffet meine noth mit tausend angst-beschwerden.
Mit dir ist meine lieb’ aus dieser welt gewichen
Mit dir ist meine lust und wohlergehn verblichen
Dein todt macht mich verwirrt bestürtzt und traurens-voll
Bey dir ist meine gunst hertz seel und geist verblieben
Was kan ich ferner nun wohl ausser dir mehr lieben
Als meinen jammer der mich ehstens tödten soll?