Skip to content
1616–1679

Auff einen nahmens-tag.

Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Ovenus kröne mir den zierrath deiner schaare Vergiß ja keine schminck ümzircke doch die haare Der schönsten Tharackin nimm diamanten-stein Und was noch köstlicher als alles diß kan seyn.

Das leg’ ihr um das haupt. Vergiß auch nicht der ohren Laß deinen kleinen sohn bald lauffen zu den mohren Und bringen perlen her die jenen gäntzlich gleich So die Cleopatra da sie ihr schönes reich

Zu zeigen emsig war in einer nacht verschwendet; Damit das schöne haupt dem wir so hoch verpfändet Noch schöner möchte seyn und dessen wunder-pracht Zu zeigen wie ein stern der bey gewölckter nacht

Den weiten himmel ziert; komm Flora binde kräntze Ihr Nymphen säumt euch nicht und heget neue täntze Um eure königin. Bekennet auch dabey Daß ihr berühmter leib der schatz der schönheit sey.

Ach könt ich Paris sey! solt ich ein urtheil fällen! Wem doch mit würden sey der apffel zuzustellen Den Venus überkam; Ich nehme deine hand Ich geb’ ihr einen kuß und dieses schönheits-pfand.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Auff einen nahmens-tag. · Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau · Poetry Cove