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1616–1679

Auf ihre kalten hände.

Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Du liebst, mein schatz! und bist doch immer kalt; Ist denn bey dir allein die lieb ein frostig wesen? Wie? oder soll mein aug aus dieser kälte lesen, Daß keine wahre lieb in deinen adern wallt?

Nein, Flavia! dein kuß und die getreuen blicke Verjagen hier den argwohn aller rücke, Und zeigen, daß dein geist in allem ernste liebt; Doch, daß dein zarter leib so wenig wärme giebt,

Macht blos die reine scham: Denn diese zwingt die flammen In deinem hertzen so zusammen, Daß man auf deiner glieder bahn Nur schnee, und keine spuhr des feuers, finden kan.

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