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1616–1679

Auf Dorindens unnützes kirchen-gehen.

Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Dorinde hat in tempel sich verliebt, Und da den heilgen ort durch ihren sinn betrübt. Nun ist die strafe da: Denn als ihr schatz die gunst erfuhr,

So macht er sich auf die gebahnte spur, Und kam ihr so zu nah, Daß sie bald wird was junges hören schreyn. Jhr andern, wo ihr auch wolt so gesinnet seyn:

So stellt viel lieber gar das kirchen-gehen ein. Jhr jungfern! nehmt euch ein exempel, Und seht, wie es Dorinde macht Fein alle morgen in dem tempel,

Daß auch bey euch das glück erwacht; Doch dieses wünscht euch nicht, was sie bereits betroffen: Sie kan, ohn einen mann, itzt auf was junges hoffen.

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