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1616–1679

Auf die hochzeit Hn. C. B. mit jungfer M. E. W.

Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Djr wünsch' ich werther freund mehr freudenreiche stunden; Als anmuths-rosen auf derselben wangen steh’n Die durch des himmels trieb sich deiner hand verbunden Und will o schöne nacht! mit dir zu bette geh’n;

Dir wünsch ich einen may voll lieblicher jeßminen Die keine zeit verdirbt und immerwährend grünen. Mir aber wünsch ich glut und flammenreiche sinnen Ein blat mit amber-rauch und bisam-öl benetzt;

Und einen kiel daraus Budorgis reden rinnen Damit der fremde reim einheimschen gleich geschätzt Von dir geehrter freund mit frölichen geberden Bey deinem freuden-fest kan durchgelesen werden.

Es stund mir dazumahl ein feld der freuden offen Ich weiß nicht wie ich dich dasselbe mahl empfieng; Als ich dich reisenden zum ersten angetroffen Da deiner künste schiff gefüll’t zu hause gieng

Und du aus Preussen schon mit dem zurücke kommen Was ich mir in der Marck zu holen vorgenommen. Der inhalt dessen war: (so viel ich noch gedencke) Willkommen liebster freund der musen schönste zier;

Du kommst vom Helicon wohin ich mich erst lencke Der Höchste leite dich und sey zugleich mit mir: Er lasse dich zu hauß in steten freuden schweben Und mir von deinem thun viel gute nachricht geben.

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