Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau
Auff! auff bereite dich du gantzes rund der erden Vom auf- zum niedergang von süd biß mitternacht Laß unsern Könige laß unsern Joseph werden Was ihn zwar grösser nicht doch ausgezierter macht.
Gib fernes Peru gold aus deinen reichen klüfften Die GOtt und glück geschenckt dem stamm von Oesterreich; Daraus vor Josephs haupt die crone selbst zu stifften Der auff der gantzen welt ist keiner crone gleich.
Du fremdes Decan must ihm diamanten schicken An deren werth nicht reicht Florentz dein wunder-stein Damit der cronen gold so herrlich auszuschmücken Daß selbst der sonnen glantz nicht gläntzender kan seyn.
Verbrandtes morgenland treib an die braune Mohren Laß weisse perlen hol’n aus deiner grünen fluth Zu dieses königs schmuck hat die natur erkohren Was berg und wellen führn als ihr kostbarstes gut.
Laß weites Mexico dein coxenil ersetzen Wann Tyrus purpur nicht den mantel röthet an; Doch nein wir wollen ihn mit eignem blute netzen Weil diß die teutsche treu noch mehr beweisen kan.
Ceilon beut helffenbein das rothe meer corallen Den marmor Welschland an zu seines thrones stand; Doch sind ihm mehr gerecht die Zemblischen crystallen Die zwar nur eiß doch eiß das ewig wird genannt.
Wolan dann wann er gläntzt in königlichem wesen Das selbst nachs Höchsten wort was göttlichs in sich hält So soll ihm unser hertz zum altar sein erlesen Vor dem getreue brunst auff ihre knie fällt.
Wir wollen vor sein heyl unlöschbar feuer weihen Das schönre kohlen nährt als selbst der sternen licht In dieses wollen wir so häuffig weyrauch streuen Daß kaum der sonnen glantz durch seine wolcken bricht.
Du bist glückseeliges Arabien erkohrn Daß dieser grosse fürst solch rauchwerck von dir nimt. Denn weil das glück sich selbst zu seinem heyl verschworen Muß auch was glücklichs seyn das ihm zum opffer glimmt.
Wir wünschen nur indeß mit niedrigen geberden Daß unser teutscher held sey seinen Teutschen hold So liebet unser geist so ehren wir auff erden Nichts eifriger als ihn nechst GOtt und Leopold.
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