Muß ich denn nichts, als klage-lieder singen,
Und nur ein spiel der sternen seyn?
Soll meine ruh mir selber unruh bringen?
Erndt ich bey rosen dornen ein?
Ach, verhängniß! ändre dich,
Sonst wird dein schluß Melindens todes-stich.
Es zeigt sich zwar die angenehmste sonne;
Doch stehn die wolcken stets dabey:
Die nacht der angst steht immer bey der wonne.
Mein glück ist lauter tyranney.
Ach, verhängniß! ändre dich,
Sonst wird dein schluß Melindens todes-stich.
Kan ich das licht nicht ohne nebel haben,
So laß mich in dem schatten stehn.
Will deine gunst nicht die gefahr begraben,
So mag ich nicht auf marmel gehn?
Ach, verhängniß! ändre dich,
Sonst wird dein schluß Melindens todes-stich.