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1616–1679

An Sylvien, wie er ohne sie leben könne?

Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Du bist, o Sylvia! mein leben, Und gleichwohl leb ich ohne dich; Soll ich nun dir, mein ander ich! Deßwegen red und antwort geben?

So wiß’, es muß dein contrefait In meinem hertzen dich vertreten: Denn Seladon ist auch erfreut, Nur deinen schatten anzubeten.

Läst nun der holden liebe gunst Und ihres zarten pinsels kunst In mir dein bildniß nicht verderben; O Sylvia! wie kan ich sterben?

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