Dein edler namens-tag zeigt heute seinen schein;
Mir aber meine pflicht dich würdig anzubinden:
Allein wo soll ich was bey meiner armuth finden
Weil federn und pappier für dich zu wenig seyn?
Mein wollen ist zwar groß doch mein vermögen klein
Drum laß mich was ich kan dir zum geschencke winden:
Denn wer die liebe will auff gold und reimen gründen
Schleust nur viel prahlerey und wenig freundschafft ein.
Ich biete dir mein hertz zum opffer selber an
Mein hertze daß dich zwar nicht schönste binden kan;
Weil du es schon vorlängst mit ketten angebunden
Legst du es aber nur zu deinen füssen hin
So glaube daß ich auch in ketten lustig bin;
Weil es nach so viel angst doch einen ruh-platz funden.