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1616–1679

An Sylvien auff ihren namens-tag.

Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Dein edler namens-tag zeigt heute seinen schein; Mir aber meine pflicht dich würdig anzubinden: Allein wo soll ich was bey meiner armuth finden Weil federn und pappier für dich zu wenig seyn?

Mein wollen ist zwar groß doch mein vermögen klein Drum laß mich was ich kan dir zum geschencke winden: Denn wer die liebe will auff gold und reimen gründen Schleust nur viel prahlerey und wenig freundschafft ein.

Ich biete dir mein hertz zum opffer selber an Mein hertze daß dich zwar nicht schönste binden kan; Weil du es schon vorlängst mit ketten angebunden Legst du es aber nur zu deinen füssen hin

So glaube daß ich auch in ketten lustig bin; Weil es nach so viel angst doch einen ruh-platz funden.

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