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1616–1679

An Melinden.

Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Ich rede nur mit steinen. Dein stoltzes ohre hört mich nicht Und deiner augen feurig licht Will mir nur ewig grausam scheinen.

Kan denn mein nasses thränen-meer Nicht deines zornes glut abwaschen? So siehe wie ich mich verzehr! Dein heisser augen-plitz verbrennet mich zu aschen.

Was zwinget dich Melinde So grausam gegen mir zu seyn? Verdopple doch nicht meine pein Weil ich ohn dem genug empfinde;

Du straffest mich ja gar zu sehr. Verdienet denn ein treues lieben Bey dir schon kein erbarmniß mehr Wo hast du schönste denn die feinde hingeschrieben?

Was wilst du ferner haben? Begehrst du doch mein blut zu lohn? Denn meine seele hast du schon So nimm es; du will ichs vergraben.

Wird hierdurch deine lust gestillt So will ich mich noch sterbend freuen Und also mach ichs wie du wilt; Doch wo du menschlich bist so wird mein tod dich reuen.

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