Ich rede nur mit steinen.
Dein stoltzes ohre hört mich nicht
Und deiner augen feurig licht
Will mir nur ewig grausam scheinen.
Kan denn mein nasses thränen-meer
Nicht deines zornes glut abwaschen?
So siehe wie ich mich verzehr!
Dein heisser augen-plitz verbrennet mich zu aschen.
Was zwinget dich Melinde
So grausam gegen mir zu seyn?
Verdopple doch nicht meine pein
Weil ich ohn dem genug empfinde;
Du straffest mich ja gar zu sehr.
Verdienet denn ein treues lieben
Bey dir schon kein erbarmniß mehr
Wo hast du schönste denn die feinde hingeschrieben?
Was wilst du ferner haben?
Begehrst du doch mein blut zu lohn?
Denn meine seele hast du schon
So nimm es; du will ichs vergraben.
Wird hierdurch deine lust gestillt
So will ich mich noch sterbend freuen
Und also mach ichs wie du wilt;
Doch wo du menschlich bist so wird mein tod dich reuen.