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An Flavien/ als sie etliche lieder von der welt eitelkeit sang

Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Wenn dein rubinen-mund die eitelkeit der erden Den glantz durch welchen hier so viel betrogen werden Geliebte Flavia uns vor die augen legt So weiß ich offtmahls nicht wofür ich dich erkennen

Ob ich dein wesen soll gött- oder menschlich nennen; So hefftig wird mein geist durch deinen thon bewegt. Mich dünckt die engel selbst die fahren auff und nieder Und hören gantz bestürtzt die angenehmen lieder.

Ihr nectar ist was itzt aus deinen lippen fährt. Ich fürchte gar gewiß sie werden dich entführen Mit deiner liebligkeit ihr reines chor zu zieren. Denn deiner weisen ist kein irrdisch ohre werth.

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