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1616–1679

An die Schlesische Melpomene. B. N.

Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Du forderst, schönste! mich zu reim und versen aus. Was aber soll ich schreiben? Wenn man an musen schreibt, und mit göttinnen spricht, So schickt sich, wie du weist, kein falscher firniß nicht;

Wer aber hertzlich spricht, den muß die liebe treiben. Du weist, Melpomene! daß ich dir folgen muß, Drum mache selbst den schluß, Ob meine feder soll falsch oder redlich sprechen;

Glaub aber dieses nur, wofern ich falsch muß seyn, So thu ich es bey dir wahrhafftig auf den schein, Jm hertzen werd ich doch nicht das gesetze brechen.

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