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1616–1679

An den geneigten Leser.

Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Wer ziret nü der eren Sal? Der jungen Ritter Züht ist smal So pfligent die Knehte gar unhövishe Dinge Mit Worten und mit Werken öch.

Swer züht hat der ist jo ir göch. Nemet war wie gar unfüge für sich dringe: Hie vor do bertet man die Jungen Die da pflagen vrecher Zungen:

Nu ist es ire Werdekeit. Wie zieret man den Ehren-Saal? Der jungen Ritter-Zucht ist schmal Viel ungehöftes Werck ist bey uns eingedrungen

So wol mit Worten als mit That Der ist ein Jeck wer Tugend hat Schaut doch den Unfug dieser Zeit Vor strafte man die frechen Zungen

Jtzt ist es eine Zierligkeit.

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