Es ist mit mir geschehn!
Mein hertze muß vor großer gluth verbrennen,
Wo du, Cratine! nicht wilst meine treu erkennen,
Und lindern meine pein,
Willt du denn grausam seyn?
Erwege, was der himmel thut,
Wie er mit schnee und eiß die dürren thäler füllet,
Und ihren heissen brand und grosses lechzen stillet;
Ach kühle, schönes kind! doch auch so meine brust.
Erfrische meine matten sinnen,
Laß mich dein kaltes hertz gewinnen,
Und geuß der lippen thau auf meinen trocknen mund,
So werd ich recht gesund.
Ich will die erde seyn, und dich als himmel schätzen,
Nur must du, merck es wohl! desselben fläche netzen.