Skip to content
1616–1679

Alte hoffärtige weiber. * * v. L.

Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Was nützt es daß ihr euch mit solchem fleiß und sorgen Die dürren beine deckt bemahlt die gelbe haut Die runtzeln machet glatt bespiegelt und beschaut Nicht nur die halbe nacht auch noch den gantzen morgen?

Denckt ihr durch dieses lieb und gunst euch zu erwecken? O eitles narrenwerck! haut bleibt haut bein bleibt bein. Man kent was weiß was gelb was glatt was runtzeln seyn Ein stock der bleibt ein stock ob ihn gold seide decken.

Man liebet altes geld nicht aber alte leiber; Die welt die hasset euch ob ihr sie schon nicht hasst Jhr machet ihr beschwerd wie sehr ihr sie umfast Es ist kein ärger ding als alt- und stoltze weiber.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Alte hoffärtige weiber. * * v. L. · Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau · Poetry Cove