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1647

Als Flavia sich neben ihm einst auff dem lande befand

Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Wenn ich mein trübes licht nach diesem orte richte Da Flavia bey mir vor wenig tagen saß Als ich die lilien von ihrem angesichte Und rosen um das feld der zarten lippen laß;

So seufz' ich: schöner ort! du hast zu viel verlohren! Doch deine Flavia die findest du bey mir. Ich fluchte daß ein weib mich zu der welt gebohren Wenn mir mein hertze sie nicht zeigte für und für.

O wald! muß gleich dein blat noch or dem winter weichen Das bild der Flavia steht hier doch unberührt. Wird gleich der bleiche tod mir umb die schläffe streichen So weiß ich daß mein hertz sie mit zu grabe führt.

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