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1647

Als Flavia einsmahls an einem groben sack arbeitete

Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Was macht doch Flavia mit ihrer weissen hand? Bald hebet sie sie auff bald sencket sie sie nieder. Mich deucht ein grobes tuch ein nichtiges gewand Bemüht den schönen arm und plagt die zarten glieder.

Ach schönste Flavia so muß denn deinen muth Ein ungestalter zwirn und schlechte leinwand binden? Doch weil dein werther leib im sacke busse thut So sage mir doch auch den Zufall deiner fünden.

Ich irre. Flavia will lebens-göttin seyn; Der faden den sie zeucht trägt tausend männer leben Doch führt sie ihn mit fleiß nicht allzu zart und klein Es möchte sonst allhier zu viel der leichen geben.

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