Was macht doch Flavia mit ihrer weissen hand?
Bald hebet sie sie auff bald sencket sie sie nieder.
Mich deucht ein grobes tuch ein nichtiges gewand
Bemüht den schönen arm und plagt die zarten glieder.
Ach schönste Flavia so muß denn deinen muth
Ein ungestalter zwirn und schlechte leinwand binden?
Doch weil dein werther leib im sacke busse thut
So sage mir doch auch den Zufall deiner fünden.
Ich irre. Flavia will lebens-göttin seyn;
Der faden den sie zeucht trägt tausend männer leben
Doch führt sie ihn mit fleiß nicht allzu zart und klein
Es möchte sonst allhier zu viel der leichen geben.