Gesteh es nur mein kind und lächle nicht zu viel
Gewiß du weisest mir das erste liebes-spiel;
Dann als dein süsser mund ein wort von würffeln sprach
Da dacht ich allererst den sachen weiter nach.
Er würffelt gar zu wohl mit seiner augen-paar
Ich hört und wuste nicht was das geredet war.
Indem so blickest du mich gar zu freundlich an
Da dacht ich allererst wie einer würffeln kan.
Ist diß die würffel-art wo mag das bretspiel seyn?
Indem so führtest du mich bey der hand hinein.
Es lag mit flor bedeckt ich macht es sanffte loß
Und satzte mich damit auff deinen süssen schooß.
Ach das geliebte bret das mir gezeiget ward
War doppelt rund und zart wie marmor weiß und hart
Die augen gaben mir den rechten würffel-lauff
Der mund den besten stein den setzt ich küssend drauff.
Wie wohl war mir darbey voraus mein liebgen dir
Denn du du suchtest selbst die besten spiel herfür:
Dick dack und contra puff verkehren aus und ein
Die solten unsre kurtz- und lange weile seyn.
Indem so ruffestu: Ach still! Ich höre was!
Die frau frau mutter kömmt sie sieht sie mercket das.
Ach wie entsetzt ich mich! Ach wie erschrackest du!
Da deckten wir in eil das bretspiel wieder zu.
So war das spiel verstört. Trag aber keinen groll
Zeig mir die würffel nur im fall ich spielen soll.
Ihr mädgen lernet diß die ihr mich spielen seht
Ich hab den besten stein in meiner liebsten bret.