Skip to content
1798–1874

Stille Messe.

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Ein Pfaffe bin ich nie gewesen, Ihr aber sollt mich doch verstehn: Ich will euch heute Messe lesen, Für euch zu Gott dem Herren flehn.

Und steh' ich hier aus steilem Pfade, So steh' ich doch in Gottes Hand: Mein Meßgewand ist Gottes Gnade Und die Monstranz mein Vaterland.

Wir sind der Leib des Herren heute, Wir leiden seine Qual und Pein, Wir sind der frechen Willkür Beute — O Herr vom Himmel sie darein!

Verwandl' uns, Herr, uns deine Knechte Durch dieses heil'ge Sacrament! Gieb du uns deines Sohnes Rechte, Der uns ja deine Kinder nennt!

Mach den Bedrückern die Bedrückten, Mach all' an Recht und Freiheit gleich! Gieb den Bedrängten und Gebückten Hienieden schon dein Himmelreich!

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Stille Messe. · August Heinrich Hoffmann von Fallersleben · Poetry Cove