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1836

Sehnsucht nach der Heimat

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Sag', was soll dein ängstlich Thun? Jetzt ist es Zeit zum Ruh'n. „Könnt' ich ruh'n, ich ruhte gerne; Immer zieht's mich fort von hier

In die dunkelblaue Ferne – Mutter, komm mit mir!“ Laß dein Sehnen, laß dein Leid! Das Glück ist niemals weit.

„Ja, das Glück ist mir geblieben, Und ich weiß, wie nah' es ist, Weiß, daß du mein Glück, mein Lieben Und mein Alles bist.“

Was betrübt dich? sag' es mir, Was zieht dich fort von hier? „Frag' die Bäume, frag' die Felder, Ob sie schön wie unsre blüh'n.

Ach, wie grün sind unsre Wälder, Unsre Au'n wie grün!“ Heiter wird die Welt dir sein, Blickst heiter du hinein.

„Auf den Bergen möcht' ich weilen, Leben möcht' ich dort mit dir! In die Heimat laß uns eilen – Mutter, komm mit mir!“

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