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1836

Sehnsucht nach dem Frühling

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

O wie ist es kalt geworden Und so traurig, öd' und leer! Rauhe Winde weh'n von Norden Und die Sonne scheint nicht mehr.

Auf die Berge möcht' ich fliegen, Möchte seh'n ein grünes Thal, Möcht' in Gras und Blumen liegen Und mich freu'n am Sonnenstrahl;

Möchte hören die Schalmeien Und der Heerden Glockenklang, Möchte freuen mich im Freien An der Vögel süßem Sang.

Schöner Frühling, komm doch wieder, Lieber Frühling, komm doch bald, Bring' uns Blumen, Laub und Lieder, Schmücke wieder Feld und Wald!

Ja, du bist uns treu geblieben, Kommst nun bald in Pracht und Glanz, Bringst nun bald all deinen Lieben Sang und Freude, Spiel und Tanz.

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