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1836

Ringeltanz

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Die Wies' ist grün, die Blumen blüh'n, Sie nicken und winken von ferne. Wer pflückte nicht einen Strauß? Wer wanderte heute nicht gerne

Hinaus, hinaus? Ich werde Blumen finden Im Thal und auf den Höh'n, Ich will von Blumen winden

Ein Kränzlein wunderschön. Die Wies' ist grün, die Blumen blüh'n, Sie nicken und winken von ferne. Wer pflückte nicht einen Strauß?

Wer wanderte heute nicht gerne Hinaus, hinaus? Ich weiß eine sonnige Stelle Da drüben im Wald an der Quelle,

Da blühen so lieblich im Sonnenschein Zeitlosen und Veilchen im trauten Verein. Wir wollen Blumen uns pflücken, Mit Blumen das Haupt uns schmücken,

Und wenn die Vögel singen, So wollen wir lustig sein, So wollen wir tanzen und springen Im Sonnenschein den Ringelreih'n!

Ihr, die ihr Blumen selber seid, Laßt blühen uns im Thal! Gönnt uns die kurze Fröhlichkeit, Ihr blühet manche Frühlingszeit,

Wir blühen nur einmal. Ihr Blumen im Thal, Blüht allzumal! Wie wir uns freu'n am Sonnenschein,

So sollet ihr auch fröhlich sein! Wir aber springen Den Ringelreih'n, Wir tanzen und singen,

Stimmt Alle mit ein! Ringel-Ringel-Rosenkranz! Mach' 'n Tanz! Herum, herum,

Im Kreise herum! Setz' Dich nieder! Kikeriki!

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