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1798–1874

Notre Dame.

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Die Bühne ward zum Schaugerüste Des Lasters und der Häßlichkeit, Ein Tummelplatz, gemeiner Lüste, Ein Spittel voller Qual und Leid.

Ihr wißt uns weiter nichts zu geben Als Mord und Todschlag, Lug und Trug; Ihr macht noch schrecklicher das Leben, Und schrecklich ist es doch genug.

Soll Erhöhn des Daseyns kurze Lust? Und mit dem Leben uns versöhnen? Und Frieden bringen unsrer Brust?

Gott gab die Kunst dem Menschenleben, Gott sei auch durch die Kunst geehrt; Ihr aber habt, was Gott gegeben, In schnöden Teufelsspuk verkehrt.

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Notre Dame. · August Heinrich Hoffmann von Fallersleben · Poetry Cove