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1819

Nahen des jüngsten Tages

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Nun wachet All'! Es naht der Tag, Vor dem die Welt erzittern mag, Die Christenheit, die Juden und die Heiden. Viel Zeichen wurden ausgesandt,

Daran wir seine Näh' erkannt, Wie uns die Schrift untrüglich kann bescheiden. Die Sonne hat den Schein verkehret, Untreu' den Samen ausgeleeret

Allwärts über Feld und Rain. Der Vater bei dem Kind Untreue findet, Der Bruder seinem Bruder lüget, Die Geistlichkeit in Kutten trüget,

Statt Gott der Menschen Herz zu weihn. Gewalt siegt ob, des Rechtes Ansehn schwindet: Wohlauf! hier frommt nicht müssig sein.

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