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1836

Mauskätzchen

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Mauskätzchen, wo bleibst du? Mauskätzchen, was treibst du? In unserem Häuschen Sind schrecklich viel Mäuschen:

Sie pfeifen und rappeln, Und trippeln und trappeln In Kisten und Schränken, Auf Tischen und Bänken;

Sie stehlen und naschen, Und will man sie haschen: Wupp! sind sie fort! „Du rufst mich, da bin ich!

Sei still, nun beginn' ich Ein Tänzchen mit Allen, Das soll dir gefallen. Erst sitz' ich, dann schleich' ich,

Dann nah' ich, dann weich' ich, Dann leg' ich mich nieder, Dann heb' ich mich wieder. Kaum schwing' ich mein Schwänzchen

Und schnurre zum Tänzchen! Wupp! sind sie da! Sie tanzen im Kreise Auf närrische Weise,

Hopp heißa! so munter Hinauf und herunter. Dann fass' ich beim Ohr sie, Dann werf' ich empor sie;

Und fallen sie nieder, Dann fang' ich sie wieder. Und will dann die Maus doch Nun endlich ins Mausloch, –

Wupp! beiß' ich sie todt!“

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