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1819

Jusqu'à la mer

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Als die Diplomaten tranken: „Blücher hoch! und hoch das Heer! Dem wir Freiheit jetzt verdanken Und des Friedens Wiederkehr!“

Nun, da sprach der greise Krieger Vor der Diplomatenschaar, Er, der mit der Zung' ein Sieger Wie er's mit dem Schwerte war:

„Ernten mögen unsre Erben Was wir säten in der Schlacht! Mag die Feder nicht verderben Was das Schwert jetzt gut gemacht!“

Diese Worte möcht' ich schreiben Nicht auf Erz und nicht auf Stein, Nicht an Wänd' und Fensterscheiben, Nein, in jedes Herz hinein;

In das Herz der Diplomaten, Die am langen grünen Tisch Deutschlands Wohl und Weh berathen, Und oft stumm sind wie ein Fisch;

Die in ihren eignen Sachen Wollen schier Franzosen sein, Lauter Böck' und Schnitzer machen Wie ein Schüler im Latein.

Hättet ihr doch deutsch gesprochen! Denn französisch fällt euch schwer: Immer sprecht ihr nur gebrochen Von dem Rhein jusqu'à la mer.

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