Skip to content
1836

Dornröschen

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Dornröschen schläft schon manches Jahr, Und mit dem guten Kinde Schläft Alles was ihm theuer war, Sein Haus- und Hofgesinde.

Da tönt kein Wort, da schallt kein Lied, Da wohnt nur Geisterschauer, Und eine dichte Hecke zieht Sich um des Schlosses Mauer.

Und höher wird Jahr aus Jahr ein Das wilde Dorngehege; Nur Mond und Sonne blickt hinein Vom hohen Himmelswege.

Und Zinnen, Dach und Wetterhahn Sind längst dem Blick entschwunden, Und Niemand hat bisher die Bahn Noch auch das Schloß gefunden.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Dornröschen · August Heinrich Hoffmann von Fallersleben · Poetry Cove