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1836

Die Sonne sank

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Die Sonne sank, der Abend naht Und stiller wird's auf Straß' und Pfad, Und süßer Friede, Ruh und Rast Folgt auf des Tages Sorg' und Last.

Es schweigt der Wald, es schweigt das Thal: Die Vögel schlafen allzumal, Sogar die Blume nicket ein Und schlummert bis zum Tag hinein.

Schon rieselt nieder kühler Thau Auf Halm und Blatt in Feld und Au, Im Laube spielet frische Luft, Und Blüth' und Blume spendet Duft.

Der Abendstern mit güldnem Schein Blickt in die stille Welt hinein, Als rief' er jedem Herzen zu: Sei still, sei still, und schlaf' auch du!

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