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1836

Die fremde Blume

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Fern aus der Heimath Land Bin ich hieher verbannt – Schmerzt mich so sehr. Fremd ist mir Alles hier,

Alles so seltsam mir, Traurig und leer. Als ich daheim noch war, Hatt' ich das ganze Jahr

Sommer zumal; Kannte nicht kalte Zeit, Stubenluft, Winterleid, Sorgen und Qual.

Und in Verbannung noch Grün' ich und blüh' ich doch So wie vorher; 's Ist oft im Winter hier

Als ob es Frühling mir Immer noch wär'. Denk' ich, o Heimath, dein, Kenn' ich nicht Gram und Pein,

Kenn' ich nicht Schmerz. Träum' ich von dir die Nacht, Ist mir als Blüth' erwacht Morgens das Herz.

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Die fremde Blume · August Heinrich Hoffmann von Fallersleben · Poetry Cove