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1836

Der Feind der Armen

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Der Winter ist gar schaurig, Macht Alles kalt und traurig, Macht Alles still und stumm. Der Sommer ist verschwunden,

Es hat sich eingefunden Der Armen schlimmster Feind. Wie traurig geht's den Armen! Wer hat für sie Erbarmen?

Wer lindert ihre Noth? Mit scheuem Blicke schleichen Sie vor die Thür der Reichen, Von Kälte fast erstarrt.

Sie bleiben trostlos stehen, Sie wagen kaum zu flehen Um einen Bissen Brot. Daheim in ihrer Kammer

Ist Nichts als Schmerz und Jammer, Und Kält' und Hunger nur. Komm, Frühling, bald doch wieder! Bring' Trost und Freud' hernieder

In die erstorbne Welt! Du linderst alle Schmerzen, Du liebst mit warmen Herzen Die ganze weite Welt.

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Der Feind der Armen · August Heinrich Hoffmann von Fallersleben · Poetry Cove