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1836

Der Eselfasching

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Die Esel wollten den Fasching begehn, Das konnt' ohne Masken und Schellen geschehn. Tschahi, tschaha, tschaho! Wie war'n die Esel froh!

Wie jauchzte laut ein Jeder, Jeder, Jeder Und machte groß Halloh! Sie hatten einen Narrenkönig sich erkor'n, Das war geworden der mit den längsten Ohr'n.

Tschahi, tschaha, tschaho! Wie war'n die Esel froh! Wie jauchzte laut ein Jeder, Jeder, Jeder Und machte groß Halloh!

Sie hatten einen Hofstaat ihm beigesellt, So ganz wie es geht in der Mannthierwelt. Tschahi, tschaha tschaho! Wie war'n die Esel froh!

Wie jauchzte laut ein Jeder, Jeder, Jeder Und machte groß Halloh! Und als nun die Esel so gingen im Zug, Da kam ein Kettenhund herbei und frug:

„Tschahi, tschaha, tschaho! Warum seid ihr so froh? Warum doch jauchzt ein Jeder, Jeder, Jeder Und macht ein solch Halloh?“

Die Maskenfreiheit die haben auch wir, Die brauchen wir jetzo nach unsrer Manier. Tschahi, tschaha, tschaho! Drum sind wir Esel froh,

Drum jauchzet auch ein Jeder, Jeder, Jeder Und macht ein solch Halloh. „Ihr Esel bleibt doch Esel und werdet nie gescheidt, Was kann euch doch nützen die Maskenfreiheit?

Tschahi, tschaha, tschaheit! Ihr seid doch nie gescheidt, Es bleibet doch ein Jeder, Jeder, Jeder Ein Esel allezeit.“

„So eine Freiheit, närrisch zu sein, Die habt ihr ja auch mit den Russen gemein. Tschahi, tschaha, tschahei! Ja, zeigtet ihr euch frei,

So müßte halt ein Jeder, Jeder, Jeder Gleich vor die Polizei.“

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