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1836

Das Räthsel unsrer Zeit

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Wir haben manches Ungemach ertragen, Wir zogen freudig wie in heil'gen Krieg, Wir haben manche heiße Schlacht geschlagen, Gewonnen manchen ehrenreichen Sieg.

Wir setzten unser Leben ein zum Pfande Für unsre Fürsten treu aus Kindespflicht. „Was aber ward dafür dem Vaterlande?“ Frag du die Zeitgeschichte, frag mich nicht!

Und als des Feindes Übermuth nicht wankte, Da bebten unsre Fürsten insgemein, Und als im Kampf des Schicksals Wage schwankte, Da hörten wir sie all' um Hülfe schrei'n.

Da setzten sie ihr Fürstenwort zum Pfande: Ja, eine schönre Zeit wird euer Lohn! „Wann kam die schön're Zeit dem Vaterlande?“ Frag du mich nicht, die Frag' ist Spott und Hohn.

Und als der Sieg nun endlich war entschieden, Da träumten wir von einem hohen Glück: Frei ist das Vaterland und mit dem Frieden Kommt die verheiß'ne schön're Zeit zurück.

„Wann werden unsers Glückes Sterne scheinen? Wann dringt in unsre Nacht ein Hoffnungslicht?“ O weh, ich kann nur klagen, kann nur weinen – Frag du die Zeitgeschichte, frag mich nicht!

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