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1798–1874

Das neue Jerusalem.

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Welch ein kindlich frommes Streben! Welch ein inniger Verein! An dem Theetisch — Welch ein heilig reines Leben!

Welch ein Gottversunkensein! An dem Theetisch. Wenn sie ein Tractätchen lesen, Nimmt die Seele höhern Schwung,

An dem Theetisch — Und es schwelgt ihr ganzes Wesen In der Gottvereinigung An dem Theetisch.

Ihres Glaubens süße Blüthe Duftet wie die Rosenflur An dem Theetisch — Lauter Milde, Lieb' und Güte

Träuft von ihren Lippen nur An dem Theetisch. Wie sie ihren Bräut'gam preisen, O die Gottesbräutlein fein!

An dem Theetisch — Ihn und sich mit Andacht speisen Und mit heil'gen Melodei'n! An dem Theetisch.

Alles was den Körper nähret Und erquicket, wird verschmäht An dem Theetisch — Ihre Augen sind verkläret,

Jeder Blick ist ein Gebet An dem Theetisch.

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